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Grußwort

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Wir müssen uns neu ausrichten

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am Ostersonntag und -montag war bei uns eine Bäckereifiliale geschlossen. Grund war die Rücksichtnahme auf die Angestellten und deren Familien an den Feiertagen.

Das fand ich gut, in mehrerlei Hinsicht:

Der Chef hat hier abgewogen zwischen zusätzlichem Umsatz und Angebot für die Kunden und den Interessen der Mitarbeiter*innen - zugunsten des Personals.

Das Verkaufs-Angebot an Sonntagen mag aus meiner Sicht zwar angenehm sein, vielleicht haben sich manche auch daran gewöhnt, aber wirklich notwendig ist es wohl nicht, man wird bei uns in der Regel auch so satt werden können.

Aber auch aus einem ganz anderen Blickwinkel ist das interessant:

Erst kürzlich haben wir uns im Rahmen der Bürgerversammlungen die Altersentwicklung unserer Bevölkerung vor Augen geführt. Das Ergebnis ist nicht überraschend. Der Großteil wird immer älter.

Es werden in Zukunft immer weniger Menschen arbeiten für immer mehr, die nicht mehr sozial- und rentenversicherungspflichtig beschäftigt sind und Leistungen aus dem Generationenvertrag beziehen.

Es stellen sich eine Fülle von Zukunftsfragen:

Wie finanzieren wir künftig das Leben derer, die nicht mehr über ihre Arbeitsleistung „einzahlen“?

Wie gleichen wir das vorhersehbare Defizit an Arbeitskräften aus? (Hier sei darauf hingewiesen, dass es auch jetzt schon Probleme gibt, geeignete Arbeitskräfte zu finden - nicht nur bei den Pflegeberufen oder im Erziehungsbereich; wir suchen derzeit einen Elektriker für den Bauhof und einen Ingenieur für den Tiefbau und sind hier nicht die einzigen). Wenn ich die Statistik richtig deute ist das erst der Anfang. Wo sollen bei einer Geburtenrate von 1,53 pro Frau statt der erforderlichen 2,1 die Menschen herkommen, die dann die vorhandenen für unseren Standard notwendigen Arbeitsplätze (neu) besetzen?

Wo und wie sollen die/wir dann wohnen?

Die Antworten wird im Detail noch niemand formulieren können.

Aber Tendenzen sind erkennbar:

  • Wir brauchen zusätzliche Arbeitskräfte, z. B. auch durch Zuzug.
  • Die Arbeitszeiten werden trotz Digitalisierung tendenziell länger werden, sowohl von den Wochenstunden wie auch vom Lebensalter her.
  • Wir werden unter Berücksichtigung der Minimierung des Flächenverbrauchs und möglicher Nutzung familiärer und gesellschaftlicher „Optimierungseffekte“ künftig angepasst bauen müssen (barrierefrei, generationenübergreifend und bezahlbar).
  • Wir müssen das Verkehrsproblem lösen und Ressourcen, aber auch Platz verbrauchenden Individualverkehr minimieren (genau das findet sich neben dem Begriff Klimawandel auch in der Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms, mit der sich kürzlich alle bayerischen Gemeinden befasst haben).
  • Wir werden unsere Bedürfnisse reduzieren und anpassen müssen (darum hat mir der Bäckereichef gefallen).

Zusammengefasst: Wir müssen uns neu ausrichten!

Wie könnten es Joachim Fuchsberger und Angela Merkel so ungefähr im Duett kommentieren:

„Die Zukunft ist nichts für Feiglinge, wir schaffen das!“

Ihr und Euer

Bernd Fessler, 1. Bürgermeister

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