Unser Bürgermeister

Neuer Internetauftritt der Gemeinde Großkarolinenfeld

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Wort „Straßenausbaubeiträge“ hat gute Chancen, zum Unwort des Jahres zu werden. Es gibt in letzter Zeit kaum ein Zusammentreffen mit Kollegen oder auf Gemeindetags- Ebene, wo dieses Thema nicht in irgendeiner Form besprochen und diskutiert wird. Auch wir haben dies aufgegriffen und versucht auf der gemeindlichen Homepage (www.grosskarolinenfeld.de) darzustellen. Beim Bürger kommt es grundsätzlich immer gut an, wenn Belastungen wegfallen. In der Regel wird es den meisten auch egal sein, wer die Kosten von Ausbaumaßnahmen künftig übernimmt oder sich daran beteiligt: Gemeinde, Freistaat oder sonst wer. Meistens diskutieren überwiegend diejenigen mit, die aktuell persönlich betroffen sind. Selbstverständlich sind auch die Gemeinden davon betroffen. Die Gemeinden haben dabei aber sehr viel mehr Aufgaben, als „nur“ Straßen zu bauen. Sie müssen immer im Blick haben, wie die Aufgabenfülle von Kinderbetreuung bis zur Wasserversorgung, von der Förderung des Vereinswesens bis zur Abwasserbeseitigung, vom Brandschutz zur sonstigen Infrastruktur u. v. m., mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sachgerecht bewältigt werden kann. Wenn Einnahmen ersatzlos wegfallen, wird sich dies auswirken. Hier ist Verantwortung für das Ganze und nicht nur allein die Inaussichtstellung von Vorteilen angezeigt, auch wenn dies angesichts der erheblichen finanziellen Belastungen betroffener Grundstückseigentümer nicht leicht fällt. Bei den aktuell anstehenden Maßnahmen im Bereich Großkarolinenfeld Süd und der Wendelsteinstraße 2019 zahlen die Anlieger ihre Erschließungsbeiträge (nicht Straßenausbaubeiträge!) vergleichbar genauso wie alle Anlieger in den letzten Jahrzehnten. Der Ärger ist aber trotz frühzeitiger Information durch die Gemeinde größer, weil man sich - durch die momentane öffentliche Diskussion bestärkt - benachteiligt fühlt. Schließlich könnte es darauf hinauslaufen, dass derartige Beiträge ab 2021 im Einzelfall nicht mehr bezahlt werden müssen. Das würde vermutlich jeden ärgern in der gleichen Situation. Die bereits angefallenen erheblichen Aufwendungen für Planung, Ausschreibung etc. lassen es aber nicht zu, die Maßnahmen zu schieben, zumal sich dadurch an der Erforderlichkeit an sich nichts ändern würde. Darum werden sowohl Anlieger wie auch die Gemeinde in einen sehr sauren Apfel beißen müssen. Sicher gibt es sowohl für Gemeinderat für Verwaltung und Bürgermeister angenehmere und populäre Betätigungsfelder. Vielleicht gelingt es uns ein klein wenig, gegenseitiges Verständnis zu schaffen. Wir versuchen das besonders durch Information. Besuchen Sie daher gerne die gemeindliche Homepage, wo wir ein paar wesentliche Punkte als Information für Sie zusammengestellt haben. Ebenfalls sind wir durchaus empfänglich für Ihre Anregungen und Ihre Kritik.

Ihr und Euer



Bernd Fessler, 1. Bürgermeister

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