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Die Chororgel in der evangelischen Karolinenkriche in Großkarolinenfeld
Im Jahre 1738 kommt es zu Verhandlungen zwischen dem Kloster Tegernsee
und dem Dachauer Orgelmacher Qurin Weber zwecks Baues einer neuen
Chororgel. Als Macherlohn verlangte Weber 200 Gulden und versprach, dass
die Orgel innerhalb 16 Wochen fertig wäre. Am 22. November 1738 zahlte
das Kloster die letzte Rechnung in Höhe von 18 Gulden. Diese Orgel stand
bis zum Jahre 1823 hinter dem Hauptaltar und wurde durch große
Umbauarbeiten im Kloster Tegernsee entbehrlich. Nach Fertigstellung der
evangelischen Kirche in Großkarolinenfeld im Jahre 1822 stellte die
Pfarrgemeinde bei der Regierung den Antrag auf eine Orgel. Am 31. März
1824 teilte Ministerialrat Schmidt (Kabinettsprediger der Königin) dem
Pfarramt mit, Ihre königlichen Majestäten geruhen der protestantischen
Gemeinde Großkarolinenfeld eine Orgel zum Geschenk zu machen. So kam es,
dass der Orgelbauer Will aus Bad Tölz die Orgel im Kloster abbaute und
zum Transport in Kisten verpackte. Der gleiche Orgelbauer benötigte zum
Aufstellen der Orgel in Großkarolinenfeld sechs Wochen, so dass die Orgel
am 9. Sonntag nach Trinitatis - es war der 15. August 1824 - beim
Gottesdienst gespielt wurde. Bis zum Jahre 1935 war die Orgel in Betrieb.
Sie wurde während des Krieges mit einem grauen Schutzanstrich versehen
und erst ab 1943 wieder gespielt. Der Chronist schreibt über die Orgel:
Von nicht geringer Bedeutung war die im Jahre 1824 erfolgte Schenkung
einer Orgel zur hiesigen Kirche. Es war das letzte großmütige Geschenk
des gütigen Königs Max Joseph 1. |
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Hl.-Kreuz Kirche in Tattenhausen
Am 9. Mai 1996 waren es 800 Jahre, dass die Kirche in Tattenhausen
eingeweiht wurde. Diese Weihe ist ausführlich überliefert:"Im Jahre
der Menschwerdung des Herrn 1196 unter dem Pontifikat des Papstes Cölestin
III und unter der Regierung von Kaiser Heinrich VI wurde diese Kirche
eingeweiht vom hochwürdigsten und hochwohlgeborenen Bischof der Kirche
von Freising Otto 11 am 9. Mai zur Ehre der heiligsten und ungeteilten
Dreieinigkeit, und des siegreichen heiligen Kreuzes und der glorreichen
Gottesmutter St. Maria und St. Georg. Als Reliquien sind verzeichnet: von
den Märtyrern Dionysus, Pangratius, Vitus und Georgius, von den Heiligen:
Martinus, Leonhard, Andreas, Bartholomäus, Nicolaus, Briccius und andrer
Heiliger."
In Tattenhausen stand allerdings schon rund 400 Jahre früher eine
Kirche. Diese Kirche war üblicherweise damals aus Holz gebaut. In einem
Besitzstreit vor dem Karolinischen Gerichtshof in Aibling einigten sich am
13. Januar 804 Bischof Alto von Freising und Abt Liutfried vom Chiemsee über
strittige Kirchen, unter anderem über die Kirche von Tattenhausen (ecclesia
totinhusir). Die Kirche von Tattenhausen war ursprünglich im gotischen
Stil errichtet worden. Im 18. Jahrhundert wurde sie völlig umgebaut und
verändert. Zwei wertvolle Figuren der Hl. Magdalena und des Hl. Nikolaus
stammen aus dem Jahre 1520 und schmücken noch heute den Hochaltar.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Portal an der Westseite der Kirche
angebaut. In neuerer Zeit fanden mehrere größere Umbauten und
Renovierungen statt. Von diesen war die Renovierung im Jahre 1960 wohl die
umfangreichste. Damals wurden u.a. die beiden Seitenaltäre, die
Kommunionbank und die Buntglasfenster entfernt.
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St. Leonhard-Kapelle in Großkarolinenfeld
Die Eheleute Leonhard und Magdalena Schlosser ließen im Mai 2001 die
"Leonhard-Kapelle" an der Josef-Baumann-Straße in Großkarolinenfeld
erbauen.
In einem langen Kirchenzug wanderten die Ortsvereine mit Fahnen, die
Musikkapelle Großkarolinenfeld AH und viele Gläubige zur Einweihung
dieser Kapelle. Den Festgottesdienst hielt der Ortspfarrer Drago Curic,
zusammen mit Dekan Nepomuk Huber aus Rosenheim und Diakon Alfred Schuster.
Während Pfarrer Curic in seiner Begrüßung dieses Werk als ein "unüberschaubares
Zeichen unseres Glaubens" bezeichnete, stellte Dekan Huber in seiner
Festansprache fest: "diese Kapelle ist ein Denkmal unseres
Glaubens". |