Geschichte |
|
Das OrtswappenDer Löwe auf dem schwarzen Grund hat seinen Ursprung aus der Kaiserpfalz. Zur 150 Jahr Feier der Gemeinde erinnerte der Landrat von Aibling an die Herkunft der Einwohner, die ein eigenes Wappen haben wollten. Zu dem Löwen gesellten sich die Moorkolben, die auf die schwere Arbeit im Moor hinweisen soll. Der grüne Dreiberg stellt das Hochmoor und der Moorbach wird als silbernes Band dargestellt. Großkarolinenfeld
Im Jahr 1799 verstarb der Kurfürst Karl Theodor von Bayern/Pfalz.
Bereits 1804 wurde das evangelische Pfarrhaus und 1822 die erste evangelische Kirche Bayerns in Großkarolinenfeld errichtet. Sie beherbergt ein kleines Kunstwerk, die ehemalige Barockorgel aus dem Kloster Tegernsee. Die katholische Pfarrkirche Heilig Blut wurde 1851 und das kath. Pfarr- und Schulhaus jetzt Gemeindeamt im Jahr 1863 erbaut. Das kath. Kirchenschiff wie es sich heute darstellt, wurde 1959 errichtet. Seit 1871 hat Großkarolinenfeld einen Bahnhof und Haltestelle an der Eisenbahnlinie München - Grafing und Rosenheim - Salzburg. Die Nachkommen der Pfälzer Aussiedler haben sich inmitten altbayerischen Umlandes die Pfälzer Mundart, die hier als das Kolberisch bezeichnet wird, bis heute erhalten. Die Ortschaft wurde nach dem Namen der damaligen Gemahlin des Kurfürsten und späteren Königs Max-Josef dem 1. von Bayern Karoline benannt. Ökumene in Bayern hat somit in Großkarolinenfeld ihren Ursprung.TattenhausenTattenhausen war bis zur Gemeindegebietsreform eine eigene Gemeinde mit ca. 860 Einwohnern. Zu ihr gehörten folgende Ortschaften: Alsterloh, Ametsbichl, An der Rott, Auberg, Bach, Bichl, Buchrain, Deutelstätt, Ester, Frauenholz, Gröben, Gutmart, Haslau, Hilperting, Hohenaich, Hub, Jarezöd, Kirchsteig, Kolberg, Krabichl, Lehen, Linden, Mühlbach, Nagelstätt, Öd, Ödenhub, Am Bichlrain, Ried, Schlimmerstätt, Schwaig, Stolz, Straß, Tattenhausen (Kirche und Schule), Thann (Schule), Thonbichl, Vogl und Zweckstätt. Tattenhausen selbst liegt auf einer Jungmoräne mit Drumlingsfeldern aus der letzten Eiszeit. Hochäcker in der Gegend des Kapellenfeldes, nördlich der heutigen Raiffeisenstraße, und steinzeitliche Funde lassen eine frühe Besiedelung erkennen. Es wird von einer bajuwarischen Ansiedlung zwischen 525 und 708 n. Chr. ausgegangen. Am 13. Januar 804 n. Chr. wird Tattenhausen in einem Kirchenstreit zwischen dem Bistum Freising und dem Kloster Chiemsee erwähnt (damals als Dodohus). 200 Jahre später war es im Besitz des Klosters Tegernsee (Totinhusir). Die Weihe der Kirche ist am 9. Mai 1196 überliefert. Der Name Tattenhausen, heute noch im Volksmund "Thonhausen" genannt, geht vermutlich zurück auf einen Mann namens Dodo, der sich mit seiner Sippe in einem Zeitraum zwischen 525 n. Chr. und 700 n. Chr. in diesem Bereich ansiedelte.
JarezödWoher kommt eigentlich der Name - Dred? Jarezöd wollte der heimischen Bevölkerung nicht so recht über die Lippen. Der Name erinnerte an einen grausamen heidnischen Heerführer namens Jarez aus der Hunnenzeit im 9. Jahrhundert. Dieser Jarez bekam für besondere Verdienste den ursprünglich nach seinen Bewohnern "Koppenstett" genannten Ort zum Lehen.
|